Die Stadt Leipzig hat die Anwendung des sogenannten Bauturbo mit einer Grundsatzentscheidung ermöglicht. Dazu führt der Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der SPD-Fraktion Marius Wittwer aus:
„Das SPD-geführte Bauministerium hat schnell und entschlossen auf die sich verschärfende Bau- und Wohnungskrise reagiert und im vergangenen Jahr die gesetzliche Grundlage für den Bauturbo vorgelegt.
Nach Energiekrise und gestiegenen Baukosten gilt jetzt mehr denn je: Wir müssen schneller werden.
Genau darum geht es beim Wohnungsbau-Turbo.“

Mit der Verwaltungsvorlage wird klar geregelt, unter welchen Bedingungen die Verwaltung in Zukunft schnell und unbürokratisch Baugenehmigungen erteilen kann und welche Vorhaben weiterhin dem Stadtrat vorgelegt werden müssen. Außerdem enthält sie verbindliche Vorgaben zu sozialem Wohnungsbau und eine damit einhergehende Bauverpflichtung. Dazu erklärt Wittwer:
„Der Bauturbo beschleunigt die Planung – nicht den Bau selbst. Aber ohne beschleunigte Planung wird bauen nicht günstiger. Es gibt nun eine Bauverpflichtung. Spekulation wird also nicht gefördert – sie wird begrenzt und kontrolliert. Deshalb hält es die SPD-Fraktion für falsch, dieses Instrument nicht zu nutzen! Nichtstun ist die schlechteste Option.“
Mit einem Appell schließt Wittwer seine Rede im Stadtrat: „Leipzig braucht mehr Wohnungen. Und Leipzig braucht schnellere Verfahren. Wir können nicht ständig über Bürokratieabbau sprechen – und ihn dann ablehnen, wenn er möglich ist.“

