Beschlussvorschlag:
- Der Oberbürgermeister wird beauftragt, über das Büro für Ratsangelegenheiten (Beteiligungskultur Gremien) im I. Quartal 2026 weitere Schulungen für die Mitglieder aller Fachbeiräte (u.a. Beirat für Menschen mit Behinderung, Beirat für Seniorinnen und Senioren, Beirat für Migrantinnen und Migranten, Drogenbeirat etc.) in Anlehnung an die Schulungen für Ortschaftsräte und Stadtbezirksbeiräte anzubieten.
- Dieses Angebot muss sich am Sachstand der Beiratsmitglieder orientieren und ausführliche Informationen umfassen, die alle Beiratsmitglieder über ihre Rechte und Pflichten zur Gremienarbeit sowie zu den strukturellen Abläufen der Kommunalpolitik informiert.
- Ebenso soll bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode ein Leitfaden für die kommunalpolitische Arbeit durch ehrenamtliche Beiratsmitglieder oder Mitglieder der Ortschaftsräte und Stadtbezirksbeiräte erstellt werden.
- Besondere Bedarfe bspw. beim Beirat für Menschen mit Behinderungen sollen vorab abgefragt und bei den o.g. Angeboten besonders berücksichtigt werden.
Begründung:
„Die Fachbeiräte des Stadtrates Leipzig bringen spezifische Sichtweisen und Anregungen in die kommunalpolitischen Diskussionen ein und wirken an den Entscheidungen des Stadtrates mit, welche die Belange der jeweiligen Zielgruppe beziehungsweise des Themenfeldes betreffen.“ So ist die Arbeitsweise der Fachbeiräte auf der städtischen Homepage umschrieben.
Damit die Fachbeiräte, aber auch Ortschaftsräte und Stadtbezirksbeiräte gut arbeitsfähig sind, braucht es grundlegende Informationen, welche Möglichkeiten der Einbringung die Arbeit im jeweiligen Beirat beinhalten. Da die Fachbeiräte mit ihrer zielgruppenspezifischen Expertise einen unerlässlichen Beitrag leisten, müssen sie auch über strukturelle Abläufe und ihre administrativen Rechte und Pflichten ausreichend unterrichtet werden.
Mit der genannten Schulung soll eine zeitnahe Möglichkeit gegeben werden, den Informationstransfer konzentriert zu ermöglichen, in dem interessierte ehrenamtlich arbeitende Mitglieder auch ihre offenen Fragen zu ihrer Gremienarbeit stellen können.
Auch fehlt bisher eine einheitliche Möglichkeit des Informationserwerbs für die Mitglieder der verschiedenen Beiräte. Die Erstellung eines barrierefreien Leitfadens würde diese Lücke füllen.









