Die Stadt Leipzig hat heute einen Lösungsvorschlag für RB Leipzig und die Kleinmesse am Cottaweg vorgelegt. Demnach soll die Kleinmesse am alten Standort erhalten bleiben. Dazu erklärt Pia Heine, SPD-Stadträtin aus Leipzig-Altwest und kulturpolitische Sprecherin:
“Zunächst einmal begrüßt die SPD-Fraktion, dass nach jahrelanger Suche nun ein konkreter Vorschlag für die Zukunft der Kleinmesse auf dem Tisch liegt. Für die Schausteller endet damit eine Hängepartie und für die Leipzigerinnen und Leipziger wäre es tatsächlich ein gutes Signal, wenn die Frühjahrs- und Herbstmesse am gewohnten Standort bleiben kann.”

Dem vorausgegangen war eine mehrjährige Suche nach einem Ersatzstandort für die Kleinmesse, die jedoch ohne Erfolg blieb. Dafür möchte die Stadt RB Leipzig nun ein benachbartes Grundstück zur Erweiterung der Trainingskapazitäten anbieten. Das ehemalige Kleingartengelände ist seit den 1990er Jahren nicht mehr genutzt und hat sich inzwischen zu einem kleinen Wald entwickelt. Vor der Kleingartenanlage war das Areal allerdings auch schon für sportliche Zwecke genutzt worden.
Marius Wittwer, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt dazu:

“Es ist in der Tat bedauerlich, dass einmal mehr gewachsenes Stadtgrün weichen muss, um dem steigenden Nutzungsdruck unserer Stadt Platz zu machen. Jede Neuversiegelung will reiflich überlegt sein – zumal in einem so sensiblen Bereich, der die Naturräume der nördlichen und südlichen Auenlandschaft miteinander verbindet.”
Einen Lösungsvorschlag liefert Wittwer auch gleich selbst: “Mit den geplanten Ausgleichsmaßnahmen wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt, den Grünverbund am Elsterflutbecken nachhaltig zu stärken. Ein mäandernder Flusslauf und intensive Uferbegrünung könnten den Übergang für Flora und Fauna zwischen den Naturräumen stärken. Das gilt es von allen Seiten zu prüfen. Klar ist: die traditionelle Kleinmesse muss bestehen bleiben.”
Abschließend fügt Heine hinzu: “Der Stadtrat muss nun sehr gründlich die verschiedenen, berechtigten Interessen abwägen: Kleinmesse, Sportentwicklung und Naturschutz konkurrieren miteinander um einen begrenzten Raum. Dabei darf es keine einseitigen Verlierer geben.”




















