Abfräsen von Kopfsteinpflaster kommt nach Leipzig 

Berlin, Münster und Neumarkt in der Oberpfalz haben schon vorgelegt, nun folgt Leipzig: Dank eines Antrags der SPD-Fraktion im Stadtrat wird ein Pilotprojekt zum sog. Precision-Grinding in Leipzig durchgeführt. Marius Wittwer, der Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, erklärt dazu: 

“Viele Kopfsteinpflasterstraßen in unserer Stadt sind schwer zu befahren, unkomfortabel und laut.  Dabei haben sie auch gewaltige Vorteile: Eine gut verlegte Pflasterstraße hält im Prinzip ewig. Eine Asphaltdeckschicht ist manchmal schon nach 10 oder 15 Jahren hinüber. Mit diesem neuen Verfahren können so gut wie alle Nachteile von Natursteinpflasterstraßen beseitigt werden. Außerdem kann durch die Fugen der Pflasterung auch ein Teil des Regenwassers versickern.” 

Marius Wittwer

Hintergrund sind mehrere erfolgreiche Anwendungen des Verfahrens, bei dem mithilfe einer Fräsmaschine Rillen in das Pflaster gefräst werden, um Flächen zu ebnen und die Griffigkeit zu verbessern. 

“Rollgeräusche von Fahrzeugen werden reduziert, der Fahrkomfort aller Verkehrsteilnehmer erhöht. Zugleich kann es auch wirtschaftlicher sein, eine Straße abzufräsen, statt sie für viel Geld umzubauen.”, so Wittwer weiter. 

Im Anschluss an die Debatte stimmte der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit (39/22/0) für den Antrag der SPD-Fraktion. Dazu sagt Wittwer abschließend: “Ich freue mich sehr über die Zustimmung! Nun kann in einem Pilotprojekt eine geeignete Fläche identifiziert und tatsächlich abgefräst werden.” 

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