Die Stadtverwaltung hat für den Matthäikirchhof den Vorschlag unterbreitet, über die Veräußerung eines Teilgrundstücks den Abriss des ehemaligen Polizeigebäudes an der Großen Fleischergasse zu finanzieren. Marius Wittwer, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, erklärt dazu:
“Weiterhin verhindert der Stasi-Komplex die Neubebauung des Matthäikirchhofes, dem Gründungsort der Stadt – nun wird ein kleiner Teilder städtischen Fläche an einen Dritten per Erbbaurecht oder Verkauf vergeben, damit der Abriss ermöglicht werden kann.”
Hintergrund ist, dass in der aktuellen Haushaltslage der Stadt Leipzig kein Geld zur Verfügung steht, um den Abriss als freiwillige Aufgabe eigenständig zu finanzieren. Ohne den Abriss des Polizeigebäudes wird auch jede weitere Entwicklung des Areals auf nicht absehbare Zeit ausgebremst.
Dazu führt Wittwer weiter aus: “Wir wollen diesen Ort entwickeln und trotz des schweren finanziellen Fahrwassers, in dem sich die Stadt befindet, weiterkommen. Nun holen wir uns einen Dritten ins Boot, um wieder Fahrt aufzunehmen. Wir geben eine kleine Fläche ab, um eine sehr große Fläche entwickeln zu können.

Die SPD-Fraktion hat sich für dafür in den vergangenen Monaten eingesetzt und begrüßt, dass der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung mit einer Mehrheit für die Vorlage gestimmt hat.
„Der Gründungsort Leipzigs wird sich in den nächsten Jahren wandeln – mit der Wohn- und Geschäftsbebauung, dem geplanten Stadtplatz den Orten für Kultur und Begegnung und wieder einen würdigen Charakter bekommen. Wir halten an diesem Ziel fest!”, so Wittwer abschließend.




















