Seit 2022 wird in der Mai-Ratsversammlung alljährlich über die Lebenssituation von LSBTIQ-Personen in Leipzig berichtet. Anlass ist der 17. Mai – der Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Interphobie. Dazu die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Pia Heine:
“Es war ein SPD-Antrag, der forderte, dass alljährlich über die Lebenssituation von LSBTIQ-Personen in Leipzig und über konkrete Vorfälle von Homo-, Trans-, und Interfeindlichkeit berichtet werden soll. Lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und intergeschlechtliche sowie queere Menschen erleben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung im Alltag viel zu oft Vorurteile, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt. ”
Eine erste repräsentative und geschlechterübergreifende Bevölkerungsbefragung zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland des Bundeskriminalamtes ergab, dass in der LSBTIQ-Gruppe die Gewaltbetroffenheit bei fast allen Gewaltformen höher ist als in der restlichen Bevölkerung. Das Ergebnis spiegelt sich auch in den steigenden Fallzahlen zur Hasskriminalität der Staatsanwaltschaft Leipzig wider und im Fallaufkommen der Beratungsstellen zu sexualisierter Gewalt. Dazu Pia Heine:
“Vor diesem Hintergrund muss das städtische Beratungsangebot für LSBTIQ-Personen auch im kommenden Doppel-Haushalt mindestens erhalten, perspektivisch aber unbedingt gestärkt werden. LSBTIQ-Personen aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen sind auf Beratungsangebote angewiesen, die sie stärken, ihre sexuelle Orientierung angstfrei leben zu dürfen.”

Pia Heine betont abschließend:
“Die Gleichstellung von LSBTIQ-Personen ist eine Querschnittsaufgabe durch die Gesellschaft. Menschen jeder Altersgruppe und Herkunft haben unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung ein Recht auf Würde und Gewaltfreiheit. Um das zu erreichen, müssen in einer weltoffenen, diversen Stadt wie Leipzig ausreichende niedrigschwellige Beratungs- und Selbsthilfeangebote verfügbar sein.”




















