Im Leipziger Stadtrat wurden die Wirtschaftspläne der kulturellen Eigenbetriebe für 2026 zur Abstimmung gestellt. Insbesondere vom Opernhaus fordert die SPD-Fraktion einen Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Einnahmen. Dazu erklärt die kulturpolitische Sprecherin Pia Heine:
„Die SPD-Fraktion steht fest zu allen kulturellen Eigenbetrieben der Stadt Leipzig – so auch zur Oper. Wir stehen zu ihrem künstlerischen Anspruch, zu ihren Beschäftigten und zu ihrer großen Bedeutung für Leipzig als Kulturstadt. Unsere kulturellen Einrichtungen prägen die Identität dieser Stadt, sie schaffen Öffentlichkeit, sie stiften Gemeinschaft.
Aber gerade weil uns die Oper so wichtig ist, dürfen wir die wirtschaftliche Entwicklung nicht ausblenden.“
Hintergrund ist, dass die Kosten seit Jahren deutlich steigen; insbesondere im Personalbereich, bei Energie und Material. Gleichzeitig wachsen die Einnahmen nur moderat. Die Folge ist eine Schere, die immer weiter auseinandergeht. Der SPD-Änderungsantrag zum Wirtschaftsplan der Oper fordert daher einen Maßnahmenkatalog, der u.a. die Vermarktung der Veranstaltungsflächen, den Aufbau eines tragfähigen Sponsorings sowie die gezielte Erweiterung des Angebots um Formate, die zusätzliche Einnahmen generieren können, beinhaltet. Perspektivisch sollen so jährlich 2,5 Millionen Euro mehr eingenommen werden, um das strukturelle Defizit zu verringern. Dazu führt Heine aus:
„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, die Oper infrage zu stellen oder ihren künstlerischen Auftrag einzuschränken. Im Gegenteil: Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie auch in Zukunft auf hohem Niveau arbeiten kann. Dazu gehört aber eben auch, ihre wirtschaftliche Basis zu stärken.“

Nach lebhafter Debatte stimmte der Stadtrat dem SPD-Antrag mit großer Mehrheit zu.




















