Mit einem umfassenden Änderungsantrag positioniert sich die SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat zur aktuellen Debatte rund um das Waldstück an der Capastraße, die Kleinmesse und eine mögliche Erweiterung von RB Leipzig. Dazu erklärt Fraktionsvorsitzende Anja Feichtinger:
“Zunächst wollen wir das Verfahren in die richtige Reihenfolge bringen: bevor der Stadtrat über einen Grundstücksverkauf entscheiden kann, müssen alle Fakten auf den Tisch. Ob eine Bebauung des Waldstücks an der Capastraße überhaupt naturschutzrechtlich möglich wäre, ist noch gar nicht entschieden und darf zurecht bezweifelt werden. Ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren mit allen Gutachten dürfte mehrere Jahre in Anspruch nehmen.”

Der Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, Marius Wittwer, ergänzt:

“Außerdem möchten wir nochmals intensiv den Standort Alte Messe als Alternativstandort prüfen lassen. Das Gelände ist für Ausstellungen gebaut worden und könnte die Kleinmesse zweimal im Jahr aufnehmen. Die Alte Messe hat aus unserer Sicht großes Potenzial, aber es bedarf auch einer zeitgemäßen und ortsgerechten Anpassung des Kleinmesse-Konzeptes hin zu einer “Festmeile” und zu einer Reduktion der Lärmemission.”
Mit Blick auf das Waldstück an der Capastraße und seine Funktion im ökologischen Verbund fügt Feichtinger, die auch umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion ist, noch hinzu:
“Die Preisgabe von wertvoller Waldfläche für kommerzielle Interessen kann nur die absolute ultima ratio sein. Sie ist nur in der Gesamtabwägung im Zusammenhang mit dem Erhalt der Kleinmesse vertretbar, wenn alle anderen Optionen abschließend geprüft wurden.
Sollte es wirklich dazu kommen, dann fordern wir deutlich mehr Ausgleichsmaßnahmen als das gesetzliche Minimum. Damit sollen sowohl das Elsterflutbecken im Nord-Süd-Verbund renaturiert als auch deutlich mehr Straßenbäume in Leipzig gepflanzt werden. Die Rodung von Wald muss einen Preis haben, der seiner ganzheitlichen Bedeutung gerecht wird.”



















