Die SPD-Fraktion fordert im aktuellen Doppelhaushalt erneut einen Verkauf des Leipziger Stadtbads, um eine Sanierung und Wiedereröffnung zu ermöglichen. Eine aktuelle Stadtratsanfrage stützt diesen Ansatz, erläutert die finanzpolitische Sprecherin Christina März:

“Wir müssen davon ausgehen, dass die Sanierung des Stadtbads mindestens 80 Millionen Euro kosten würde. Und dann wären mutmaßlich auch im laufenden Betrieb jedes Jahr weitere städtische Zuschüsse notwendig. Das können wir uns gleich in doppelter Hinsicht nicht leisten.”
Die aktuelle Anfrage der SPD-Fraktion (VIII-F-03572) bringt diese Zahlen zum Vorschein. Demnach wurden in den letzten vier Jahren auch über 125.000 Euro allein in den baulichen Unterhalt des Stadtbads investiert, damit es nicht weiter verfällt.
März, die auch sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion ist, macht deutlich:
“Dabei reden wir nicht über Schwimmflächen für Schulen oder Sportvereine, denn die vorhandenen Becken geben weder 25- noch 50-Meter-Bahnen her. Wir würden eher ein Wellness- und Erholungsbad finanzieren. Das ist keine Pflichtaufgabe der Kommune und angesichts der städtischen Haushaltslage auf absehbare Zeit gar nicht genehmigungsfähig.”
Die Fraktionsvorsitzende Anja Feichtinger ergänzt:
“Natürlich ist das Stadtbad ein architektonisches Kleinod von überragender Bedeutung. Gerade deswegen sollten wir offen und ehrlich über die Entwicklung mit privaten Investoren sprechen, die ganz andere Möglichkeiten der Abschreibung nutzen können. Nochmal 20 Jahre von einem sanierten Stadtbad zu träumen, dass sich die Stadt allein nicht leisten kann, würde weder dem Haus noch der Leipziger Bürgerschaft gerecht werden.”




















