In einem LVZ-Artikel vom 15.04.2026 fordert die CDU-Fraktion einen „Kettensägen-Moment“ und will die Leipziger Stadtverwaltung radikal umbauen. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Anja Feichtinger:

„Die CDU zeigt sehr anschaulich, wie man eine Verwaltungsreform direkt im Keim erstickt. Für die nötige Zweidrittelmehrheit braucht es Konsens statt Kettensäge. Mit populistischen Forderungen kann man sicher an einem Tag Schlagzeilen machen; für eine verantwortungsvolle Führungsaufgabe ist so ein Vorgehen aber nicht geeignet.“
Hintergrund ist der bisher nur aus der Presse bekannte Vorschlag der CDU-Fraktion, die Verwaltung von bisher acht Dezernaten auf sechs zu verkleinern. Dabei sollen die Bereiche Kultur und Sport dem Wirtschaftsdezernat zugeordnet und „Allgemeine Verwaltung“ in den Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters eingegliedert werden.

Dazu ergänzt die verwaltungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Christina März:„Inhaltlich zeigt der Vorschlag, dass Herr Weickert keine Ahnung von Verwaltungsstrukturen hat. Wenn man Ämter und Referate unter einem Dach zusammenführt, werden nicht automatisch die Prozesse schneller oder effizienter. Dafür bedarf es andere Maßnahmen, die beispielsweise in der Aufgaben- und Strukturkonsolidierung derzeit untersucht werden, übrigens als Auftrag aus dem Stadtrat. Auch ist es eine sehr vereinfachte Rechnung zu behaupten, dass bei einer Zusammenlegung von großen Organisationseinheiten automatisch der dafür nötige Unterbau kleiner wird. Vorschläge für eine moderne und schlagkräftige Verwaltung sollten gemeinsam diskutiert werden, sachlich und konstruktiv. Für Kettensäge und gewürfelte Ideen habe ich nur wenig übrig.“
Abschließend erklärt Anja Feichtinger: “Wir verstehen zunehmend, warum es der CDU nicht gelungen ist, wie angekündigt bis März 2026 einen OBM-Kandidaten aufzustellen. Ein derart unzureichendes Verständnis von Verwaltungsabläufen wirft ernsthafte Zweifel an der Eignung auf und legt nahe, von entsprechenden Ambitionen abzusehen.”



















